Wenn es um die Beleuchtung von Arbeitsstätten in gewerblichen und industriellen Umgebungen geht, muss eine Vielzahl von Anforderungen erfüllt werden.
Die richtige Beleuchtung ist nicht nur eine Frage der Ästhetik, sie ist ein entscheidender Bestandteil der Arbeitssicherheit, Produktivität und Energieeffizienz.
Hier hilft die professionelle Lichtplanung, die die Einhaltung von Standards sicherstellt, die Sicherheit verbessert und die Effizienz optimiert.
Das Team von Lichtplanungsexpert:innen steht bereit, Sie durch die Komplexitäten der Schaffung einer idealen Beleuchtungsumgebung für Ihr Projekt zu führen, ob Großraumbüro, Konferenzraum, Kfz-Werkstatt oder Produktionshalle und bietet Ihnen alle dafür notwendigen Produkte an.
Mit Zugang zu den neuesten Beleuchtungstechnologien stellt SCHÄCKE sicher, dass Ihre Lichtplanung nicht nur konform und effizient, sondern auch zukunftssicher ist.
Verschiedene in Österreich und der EU geltenden Normen und Vorschriften im Bereich der Planung und Ausführung von Beleuchtungsanalgen stellen sicher, dass die Beleuchtung nicht nur ästhetischen und funktionalen Anforderungen genügt, sondern auch gesundheitlichen und sicherheitstechnischen Aspekten Rechnung trägt.
Hier sind einige der wichtigsten Normen und Richtlinien, die wir für Sie kurz zusammgefasst haben.
Arbeitsstättenverordnung (AStV): Die Arbeitsstättenverordnung legt die allgemeinen Anforderungen an die Beleuchtung von Arbeitsstätten fest. Sie schreibt vor, dass die Beleuchtung ausreichend, blendfrei, schattenarm und farbecht sein muss. Zudem werden Vorgaben für die Sicherheitsbeleuchtung definiert.
ÖNORM EN 12464-1 "Licht und Beleuchtung - Beleuchtung von Arbeitsstätten - Teil 1: Arbeitsstätten in Innenräumen": Diese Norm legt die Anforderungen an die Beleuchtung für Arbeitsplätze im Innenbereich fest, um eine angemessene Sehleistung und Sehkomfort zu gewährleisten.
ÖNORM EN 12464-2 "Licht und Beleuchtung - Beleuchtung von Arbeitsstätten - Teil 2: Arbeitsplätze im Freien": Auch wenn sie sich auf Außenbereiche bezieht, kann sie relevant sein, wenn es um die Beleuchtung von Innenräumen mit Außenarbeitsplätzen geht.
• Angenehme Lichtumgebung
• Harmonische Leuchtdichteverteilung
• Ausreichende Beleuchtungsstärke
• Gute Gleichmäßigkeit
• Begrenzung von Blendung und Reflexionen
• Richtige Lichtrichtung und angenehmes Modelling
• Passende Lichtfarbe und Farbwiedergabe
• Vermeiden von Flimmern und stroboskopischen Effekten
• Qualitäten des Tageslichtes
• Veränderlichkeit von Licht
Die in Lux (lx) angegebene Beleuchtungsstärke bestimmt, wie gut die Arbeitsbedingungen in Gewerbe- und Industriegebäuden sind. Eine zu geringe Beleuchtungsstärke kann zu Augenbelastung, Müdigkeit, Fehlern und Unfällen führen. Die NORM EN 12464-1 bietet detaillierte Richtlinien zu den Mindestluxstärken für verschiedene Sehaufgaben und Bereiche. Zusammenfassung der Norm DIN EN 12464-1
So beträgt die empfohlene Beleuchtungsstärke für Büroarbeitsflächen etwa 500 lx, für einen Augenoptikerwerkplatz hingegen 1.500 lx und für Lagerhallen zwischen 50-150 lx.
Die in der Tabelle angeführten Werte sind Mindestwerte, die bei der Planung berücksichtigt werden müssen. Die tatsächliche Beleuchtungsstärke kann je nach den individuellen Anforderungen und Präferenzen variieren.
Für eine professionelle Lichtplanung können Sie sich an die SCHÄCKE-Lichtplanungsexpert:innen wenden.
|
Arbeitsbereich |
Beleuchtungsstärke (lx) |
|
Büroarbeiten |
500 |
|
Lese- und Schreibarbeiten |
300 |
|
Montagearbeiten |
300 |
|
Feinmechanik |
750 |
|
Schweißen |
300 |
|
Lagerhallen |
150 |
|
Parkplätze |
75 |
|
Flure |
100 |
Die Norm EN 12464-1 bezieht sich nicht auf gesamte Räume, sondern jene Teile des Arbeitsplatzes, in dem Sehaufgaben ausgeführt werden. An Arbeitsplätzen in Büros, Werkstätten oder Montagehallen werden Sehaufgaben in der Horizontale, Vertikale oder geneigt in verschiedenen Höhen aufgeführt.
Um eine hohe Qualität der Beleuchtung zu gewährleisten, müssen jedoch alle Raumbereiche bei der Lichtplanung berücksichtigt werden, wie der unmittelbare Umgebungsbereich, der direkt an einen Arbeitsbereich anschließt und daran anschließende Verkehrszonen.
Die Gleichmäßigkeit der Beleuchtungsstärke Uo ist ein wichtiger Aspekt bei der Planung von Beleuchtungsanlagen in Arbeitsstätten. Sie beschreibt das Verhältnis des minimalen Beleuchtungsstärke-Wertes im Mess- oder Bewertungsraster zum Mittelwert.
Eine gleichmäßige Beleuchtung gewährleistet eine angemessene Helligkeit in allen Bereichen des Raumes, was zu einer besseren visuellen Wahrnehmung und Arbeitsleistung führt. Die Gleichmäßigkeit Uo für den Bereich des Arbeitsplatzes ist mit 0,6, der unmittelbare Umgebungsbereich ist mit 0,40 und der Hintergrundbereich mit 0,10 festgelegt. Grenzwerte hierfür sind in der NORM EN 12464-1 zu finden.
|
Arbeitsbereich |
Obere UGRL-Grenzwerte |
|
Technisches Zeichnen |
≤ 16 |
|
Lesen, Schreiben, Unterrichtsräume, Computerarbeit, Kontrollarbeiten |
≤ 19 |
|
Arbeiten in Industrie und Handwerk, Empfang |
≤ 22 |
|
Grobe Arbeiten, Treppen |
≤ 25 |
|
Flure |
≤ 28 |
Die Farbtemperatur des Lichts, gemessen in Kelvin (K, engl. Kelvin), beeinflusst Stimmung und Wachsamkeit. Grundsätzlich ist für die Beleuchtung von Arbeitsstätten natürliches Tagesicht zu bevorzugen.
In industriellen Umgebungen wird eine neutrale bzw. kühlere Temperatur (4000K) empfohlen, um die Konzentration und die Leistung zu fördern. Für Bereiche, die eine detaillierte Arbeit erfordern, eignen sich ebenfalls Lampen mit neutralweißem bis kaltem Licht. Die Wahl der Lichtfarbe hängt vom Anwendungsbereich und dem gewünschten Ambiente ab. Generell gilt, dass warmweißes Licht (2700-3300K) eher gemütlich und entspannend wirkt, während kaltes tageslichtweißes Licht eher aktivierend und konzentrationsfördernd ist.
Lichtfarbe Kelvin-Bereich
Warmweiß 2700-3300 K
Neutralweiß 3500-4500 K
Kaltweiß 5000-6500 K
Natürliches Tageslicht ist grundsätzlich für die Beleuchtung zu bevorzugen, da es die notwendigen Qualitäten für die Synchronisation der inneren Uhr des Menschen besitzt. Tageslicht kann durch künstliche Beleuchtung nur in bestimmten Merkmalen, jedoch nicht in seiner Gesamtheit nachgebildet werden. Deswegen sollten Arbeitsplätze vorzugsweise fensternah angeordnet werden. Laut Arbeitsstättenverordnung muss die Fläche der Fenster, Oberlichten oder Lichtkuppeln mindestens 10%, der Grundfläche des Arbeitsraumes betragen.
Wenn an Arbeitsplätzen kein oder nur wenig Tageslicht zur Verfügung steht, sollte tagsüber ergänzend helle künstliche Beleuchtung oder Beleuchtung mit hohen Blauanteilen genutzt werden. Hierfür sind in der Regel Lichtquellen mit hohen Farbtemperaturen günstig. Dieses Licht kann ähnliche nichtvisuelle Lichtwirkungen wie Tageslicht erzielen, es jedoch nicht ersetzen.
Da die künstliche Beleuchtung ständig verfügbar ist und häufig unkontrolliert eingesetzt wird, stellt sie einen potenziellen Störfaktor für die innere Uhr dar. Menschen, die an Orten mit keinem oder nur wenig Tageslicht arbeiten, sind besonders betroffen.
Licht dient nicht nur visuellen Ansprüchen, sondern wirkt auch emotional und biologisch auf uns Menschen. Einer der Rezeptoren im Auge dient nicht dem Sehen, sondern dazu die „innere Uhr“ zu takten und den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus zu unterstützen.
Dieses Wissen greifen zeitgemäße Beleuchtungskonzepte auf, in dem sie zu jeder Zeit das richtige Licht für die jeweilige Lebens- oder Arbeitssituation bereitstellen.
In der modernen Welt, in der künstliche Beleuchtung rund um die Uhr verfügbar ist, ist es wichtig, die Beleuchtung sorgfältig zu planen, um den natürlichen Rhythmus zu unterstützen. Die Entwicklung von LED-Technologien und Lichtsteuerungen ermöglicht es, Beleuchtungslösungen energieeffizienter und umweltfreundlicher zu gestalten.
Durch eine professionelle Lichtplanung nach dem HCL-Konzept kann die Beleuchtung optimal an den natürlichen Rhythmus des Menschen angepasst werden. Es ist wichtig, die biologischen und emotionalen Wirkungen des Lichts zu berücksichtigen, um eine gesunde und angenehme Beleuchtungsumgebung zu schaffen.
|
Arbeitsbereich/Tätigkeit |
Ra-Wert Empfehlungen |
|
Allgemeine Beleuchtung in Räumen |
>80 |
|
Einfache Industriearbeiten |
>80 |
|
Schwerindustrie, Lagerräume |
>70 |
|
Normale Bürotätigkeiten, Verkaufsräume, Schulen, Krankenhäuser |
>80 |
|
Grafikdesign, Druckereien, Textilindustrie, Lebensmittelverarbeitung, Operationssäle, Zahnbehandlung |
>90 |
|
Kunstgalerien, Museen, Juweliergeschäfte |
90-100 |
Die Beleuchtungsstärke hat einen erheblichen Einfluss auf die sichere, zuverlässige, schnelle und mühelose Bewältigung von Sehaufgaben. Die in der Norm festgelegten Beleuchtungsstärkewerte sind Wartungswerte (Em, enlg. ), die die minimalen Werte darstellen, die die durchschnittliche Beleuchtungsstärke auf einer bestimmten Fläche nicht unterschreiten darf.
Diese Werte repräsentieren somit die durchschnittliche Beleuchtungsstärke zum Zeitpunkt, an dem spätestens eine Wartung durchgeführt werden muss.
Der Wartungsfaktor (MF, engl. Maintenance Factor) gibt an, wie stark die Beleuchtungsstärke im Laufe der Zeit durch Alterung, Verschmutzung oder Ausfall von Leuchtmitteln abnimmt. Er wird als Verhältnis zwischen der Anfangs- und der Endbeleuchtungsstärke angegeben und liegt typischerweise zwischen 0,6 und 0,9.
Der Wartungsfaktor ist wichtig für die Dimensionierung der Beleuchtungsanlage, um auch nach längerer Betriebszeit die Mindestbeleuchtungsstärke einzuhalten.
Durch die Bestimmung des Wartungsfaktors soll eine Unter- oder Überdimensionierung einer Beleuchtungsanlage verhindert werden. So kann eine Unterdimensionierung aufgrund schlechter Sichtverhältnisse etwa zu Unfällen führen und eine Überdimensionierung zu hohen Betriebskosten.
Beispiel: Wenn die geforderte Beleuchtungsstärke 300 lx beträgt und der Wartungsfaktor 0,8 ist, muss die Anfangsbeleuchtungsstärke 375 lx sein (300 lx / 0,8).
Häufige Reinigungen von Beleuchtungsanlagen kommen selten vor und insbesondere LED-Lampen weisen oft eine hohe Lebensdauer auf. Daher ist es empfehlenswert bei der Berechnung des Wartungsfaktors von längeren Wartungsintervallen auszugehen.
Für die Ermittlung des Wartungsfaktor Ihrer Beleuchtungsanlage kann folgende Formel herangezogen werden:
MF = LLMF x LSF x LMF x RMF
LLMF beschreibt den LampenlichtstromWartungsfaktor, LSF den Lampenlebensdauerfaktor, LMF den Leuchtenwartungsfaktor und RMF den Raumwartungsfaktor.
|
Wartungsfaktor |
Neuwertfaktor |
Anwendungsbeispiel |
|
0,80 |
1,25 |
Sehr sauberer Raum, Anlagen mit geringer Nutzungsdauer |
|
0,67 |
1,50 |
Sauberer Raum, dreijähriger Wartungszyklus |
|
0,57 |
1,75 |
Innen- und Außenbeleuchtung, normale Verschmutzung, dreijähriger Wartungszyklus |
|
0,50 |
2,00 |
Innen- und Außenbeleuchtung, starke Verschmutzung |
Die Lichtplanungsexpert:innen von SCHÄCKE können Sie durch jeden Schritt des Planungsprozesses führen und sicherstellen, dass jeder Aspekt Ihres Beleuchtungssystems auf Ihre spezifischen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Mithilfe des Lichtplanungsprogramms Dialux führen sie die normkonforme Planung sowie alle nötigen Berechnungen und Dokumentationen für Ihr Projekt durch.
Analyse der Gewerbe- oder IndustrieanlageErhebung des Zustands der bereits installierten Anlage, der Anforderungen der Nutzer:innen und Erhebung des Beleuchtungsbedarfs entsprechend den Sehaufgaben der Anlage und ihren Arbeitsbereichen. | |
Kostenlose Besichtigung und Abmessung von BestandsobjektenKostenlose Besichtigung und Abmessung von Bestandsobjekten | |
LichtplanungDetaillierte normkonforme Planung der Beleuchtung für die Anlage mit konkreter Auswahl passender Leuchten für die jeweiligen Bereiche der Arbeitsstätte. Überprüfung von Richtwerten, Leuchtenwahl, Festlegung der Beleuchtungsarten, Berechnung der Wirtschaftlichkeit, Sicherheitstechnische Anforderungen. | |
LieferungLieferung der Leuchten, Leuchtmittel und Betriebsgeräte sowie Unterstützung bei der sachgemäßen Installation der Anlage durch die Bereitstellung von Planungsmaterialien. | |
Inbetriebnahme & PrüfungMit Checklisten und Vorlagen zur erfolgreichen Inbetriebnahme der Beleuchtungsanlage. |