Ist eine Einzelraumsteuerung bei der Heizung gewünscht? Welche Art von Beschattung soll zum Einsatz kommen? Fragen wie diese müssen am Beginn jedes Projektes geklärt werden.
Vielleicht gibt es auch spezielle Kund:innenwünsche zum Beispiel beim Thema Design von KNX-Bedienelementen oder Tastwippen. Insbesondere beim Licht ist es wichtig, dass die Planung schon vor der KNX-Planung stattfindet, damit Sie alles korrekt berücksichtigen können.
Im folgenden finden Sie einen Überblick zu den wichtigsten Fragen, die zu klären sind.
Erstellen Sie unbedingt ein Pflichtenheft, um Ihre KNX-Installationsplanung abzuschließen. Auch bei kleinen Projekten ist das wichtig! Das Pflichtenhelft hilft Ihnen nicht nur bei der Programmierung, sondern schafft auch Klarheit zwischen Ihnen und Ihren Kund:innen. Kund:innenwünsche werden in sinnvoller und praktischer Form dargestellt. Im Plan werden die einzelnen Räume erfasst, inklusive der gewünschten Funktionen.
Kurz gesagt: Im Pflichtenheft wird genau definiert, was von wo angesteuert wird. Funktionen und allgemeine Definitionen werden darin festgehalten. Für die spätere Programmierung mit ETS ist das eine wichtige Voraussetzung. Wenn Sie also zum Beispiel die Tastsensoren für einen Büroraum programmieren, ist im Pflichtenheft festgehalten, von welcher Stelle Licht, Jalousie und Raumtemperatur angesteuert werden. Außerdem werden Schaltkreise und die Belegung der Tastsensoren inkl. physikalischer Adresse erfasst.
In diesem KNX-Kurs erlangen Sie und Ihre Mitarbeiter:innen die Grundkenntnisse für die Planung, Projektierung und Programmierung von KNX-Systemen. Der Kurs schließt mit einer KNX-Zertifizierung ab.
Sie erfahren das Wichtigste über die von unseren Smart Building Spezialisten bei SCHÄCKE geplanten & begleiteten Projekte, die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten, Anforderungen, Lösungen und eingesetzten Produkte.
Projektumfang
Lichtsteuerung in Klassenzimmern und Gängen, Jalousiesteuerung, Heizungssteuerung, Türsteuerung Schulgebäude
Gebäudegröße
4 Klassenzimmer, 4 Kindergarten-Gruppenräume, Turnhalle
Kund:innenwunsch
Im Sommer Wärme raushalten (große Fenster), Blendschutz gegen Sonneneinstrahlung (Unterrichtssituation), automatische Lichtabschaltung nach Verlassen der Räume, Konstantlichtregelung, Einzelraumregelung der Temperatur, Einstellmöglichkeit der Temperatur über die Visualisierung, Jalousie nur via Schlüssel bedienbar (durch Lehrpersonal), Wärmesteuerung und Luftaustausch in der Turnhalle durch elektrisch gesteuerte Lüftungsfenster, automatisches Schließen der Fenster in der Turnhalle bei Überschreiten einer gewissen Windgeschwindigkeit, automatische Jalousiesteuerung über eine Wetterstation
Gegebenheiten vor Ort
Sanierung und Zubau, komplette Installation wurde neu ausgeführt
Produktauswahl
Bei den KNX-Tastern waren die einfache Bedienbarkeit und ein integrierter Temperaturfühler Voraussetzung. Die Entscheidung fiel auf Busch-Jaeger Wippen 1-fach bzw. 2-fach (heller/dunkler).
Der Schaltaktor von Siemens wurde gewählt, da er aufgrund der integrierten C-Last Tauglichkeit für hohe Einschaltströme geeignet ist. Bei den Siemens KNX/Dali-Gateways Twin standen hingegen die Einfachheit der Programmierung und der attraktive Preis (2x64 EVG möglich) im Vordergrund.
Ein Kund:innenwunsch in diesem Projekt war eine konstante Raumhelligkeit. Der Deckenpräsenzmelder von Niko wurde aufgrund der integrierten Konstantlichtregelung gewählt. Bei der Heizungssteuerung fiel die Entscheidung auf Theben Heizungsaktoren mit integriertem Heizungsregler. Dadurch ist nur ein Raumfühler nötig, jedoch kein Regler.
"Für mich ist jede KNX-Anlage eine neue Herausforderung und es macht immer wieder Spaß, da keine Anlage gleich ist. Es gibt jedes Mal interessante Besonderheiten zu lösen."
Günther Maislinger, Smart Building Spezialist SCHÄCKE
Projektumfang
Lichtsteuerung, Jalousiesteuerung, Heizung- und Kühlungssteuerung, Visualisierung der ganzen Anlage.
Bürogebäude, 3-stöckig, für bis zu 150 Mitarbeiter:innen
Zielsetzung
Modern gesteuertes Bürogebäude, Energieeinsparung durch Konstant-Lichtregelung, Decken-Kühlung & -Heizung für angenehmes Raumklima, passende Jalousiesteuerung abhängig von Außenhelligkeit und Außentemperatur. Die Visualisierung soll einen Überblick über den aktuellen Status im Gebäude geben und als Muster-Umsetzung bei Kund:innen-Präsentationen genutzt werden. Besondere Bedeutung hatte die Flexibilität bei zukünftigen Änderungen in der Anlage bzw. im Gebäude.
Gegebenheiten vor Ort
Kernsanierung, Ersetzen der Standardinstallation durch KNX-Steuerung, Anpassung an die Anforderungen eines Großraumbüros.
Produktauswahl
Bei der Produktauswahl stand die Funktionalität der Komponenten im Vordergrund. So wurde beispielsweise bei der Lichtsteuerung darauf geachtet, einen passenden Präsenzmelder für die Konstant-Lichtregelung zu finden, der nicht von indirekten Lichtkomponenten beeinflusst wird. Die Entscheidung fiel auf ein Produkt von Busch-Jaeger, da bei diesem die Helligkeitsintensität kegelförmig nach unten gemessen wird.
Beim ABB-Heizungsaktor standen die umfangreichen Parametrierungs-Möglichkeiten im Vordergrund. So sollte beispielsweise die Kondenswasserbildung hinter der Kühldecke vermieden werden. Die betroffenen Deckenflächen werden nun mittels Feuchtigkeitssensoren gesperrt.
Um unnötige Energieverschwendung durch offene Fenster zu vermeiden wurden darüber hinaus Fensterkontakte installiert und in der KNX-Anlage eingebunden. Wird das Fenster geöffnet, ist der Regler im betroffenen Bereich gesperrt.
In den Einzelräumen wurden Tastsensoren mit Raumtemperaturregler der Firma Jung eingesetzt. Bei der Produktauswahl waren das große Display, die einfache Lesbarkeit und die umfangreichen Funktionalitäten entscheidend.
"Unsere KNX-Visualisierung ist einfach zu bedienen und liefert einen sicheren Überblick über die gesamte Anlage"
Miroljub Milodanovic, Smart Building Spezialist SCHÄCKE Wien